Zum Inhalt springen
Bild der Wissenschaft
AnmeldenAbonnieren
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Shop
  • Rezensionen
  • Podcast
  • BDW Plus
Bild der Wissenschaft
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Kolumnen
  • Nachgefragt
  • Rezensionen
  • Podcast
  • Lexikon
Wissenschaft-Newsletter
Die wichtigsten Entdeckungen der Woche direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • BILD DER WISSENSCHAFT Marktplatz

Hefte

  • Sonderhefte
  • Einzelhefte

Unsere Partner

  • Fraunhofer IPA
  • Leibniz-Institut ifl
  • wissen.de
  • ScienceBlogs
  • experimenta
  • Wissenschaftspodcasts

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
BILD DER WISSENSCHAFTErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Abonnement & LeserserviceE-Mail: leserservice@konradin.de
Tel: +49 (0)711 82651-201
RedaktionE-Mail: wissenschaft@konradin.de
Tel: +49 (0)711 7594-392
Folgen Sie uns
Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle bei Google einrichtenAuf Google merken →
Konradin Mediengruppedamals.denatur.de
© 2026 Bild der Wissenschaft
Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

Startseite/Gesundheit & Medizin/Artikel
Neuer Bluttest erkennt Pankreaskrebs im Frühstadium
Gesundheit & Medizin

Neuer Bluttest erkennt Pankreaskrebs im Frühstadium

Dern Bluttest Panxeon wertet verschiedene Biomarker aus und erkennt dadurch bereits Frühstadien von Pankreaskrebs. · Foto: © City of Hope

Bevor es zu spät ist: Bauchspeicheldrüsenkrebs wird meist erst entdeckt, wenn er schon fortgeschritten und kaum noch behandelbar ist. Ein neuer Bluttest könnte das in Zukunft ändern. Durch eine Kombination verschiedener Biomarker erkennt er bereits Vorstufen und frühe Stadien mit hoher Sensitivität und Spezifität, zeigt eine klinische Studie. Besonders für Risikogruppen könnte er eine kosteneffiziente und verlässliche Diagnostik bieten.
Autor
Elena Bernard
18. September 2026
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Gesundheit & Medizin

Pankreaskrebs ist die Krebsart mit der geringsten Überlebenschance. Nur 14 Prozent der Betroffenen leben noch fünf Jahre nach der Diagnose. „Bauchspeicheldrüsenkrebs ist vor allem deshalb nach wie vor so tödlich, weil wir ihn erst entdecken, wenn sich das Zeitfenster für eine Heilung bereits zu schließen beginnt“, erklärt Ajay Goel vom Krebsforschungszentrum City of Hope in Kalifornien. Das Tückische: Der Krebs verursacht lange keine Symptome, sodass er meist erst diagnostiziert wird, wenn er bereits Metastasen gebildet hat und nur noch wenige Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen.

Kombination von Biomarkern

Um eine frühere Erkennung zu ermöglichen, haben Goel und sein Team einen Bluttest namens Panxeon entwickelt, der Tumoren der Bauchspeicheldrüse aufspüren soll, lange bevor sie sich bemerkbar machen oder streuen. Dazu misst der Test zum einen den Tumormarker CA19-9. Da dieser allein jedoch zu unspezifisch wäre, erfasst Panxeon zusätzlich zwei Arten von microRNA – kleine, nicht-kodierende RNA-Stückchen, die die Aktivität von Genen regulieren. Die untersuchte microRNA zirkuliert teils frei im Blut, teils in von Zellen abgesonderten Transportbläschen.

„Die meisten Biomarker geben nur einen Teil des Gesamtbildes wieder“, erklärt Goel. „Die Kombination mehrerer biologischer Signale verschafft uns ein klareres Bild davon, was in der Bauchspeicheldrüse vor sich gehen könnte.“ Die erfassten Messwerte werden anschließend mit künstlicher Intelligenz zu einem einzigen Wert verrechnet, anhand dessen sich das Risiko des Patienten abschätzen lässt.

87 Prozent der Frühstadien erkannt

Für die aktuelle Studie testeten Goel und seine Kollegen Panxeon an fast 1800 Patienten aus den USA, Europa und Asien. Dabei zeigte sich: Der Bluttest identifizierte Bauchspeicheldrüsenkrebs im Stadium 1 und 2 in 87 Prozent der Fälle korrekt. In rund 64 Prozent der Fälle erkannte der Bluttest sogar eine Vorstufe von Pankreaskrebs, eine sogenannte hochgradige Dysplasie, bei der sich die Zellen der Bauchspeicheldrüse bereits krankhaft verändert haben. Dass er bei Gesunden fälschlicherweise anschlug, passierte in Niedrigrisikogruppen nur in drei Prozent der Fälle. Bei Hochrisikogruppen stieg die Falsch-positiv-Rate auf 16 Prozent.

„Für die Patienten bedeuten diese Ergebnisse einen Fortschritt auf dem Weg, Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkennen, bevor Symptome auftreten und solange noch mehr Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen“, sagt Goel. „Je früher wir Bauchspeicheldrüsenkrebs entdecken, desto größer ist die Chance, dass noch eine sinnvolle Intervention möglich ist.“

Aus Sicht des Forschers könnte der Bluttest, sofern er zugelassen wird, vor allem bei Risikopatienten zum Einsatz kommen, die beispielsweise eine familiäre Veranlagung für Pankreaskrebs haben oder unter einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse leiden. Diese Personen werden bisher oft mit bildgebenden Verfahren wie Ultraschall und MRT überwacht – doch diese Ansätze sind teuer und bei der Erkennung früher Stadien nur eingeschränkt hilfreich. Goel zufolge könnte der Bluttest diese Verfahren ergänzen und Personen identifizieren, bei denen weiterer Abklärungsbedarf besteht.

Quelle: Ajay Goel (City of Hope, Duarte, Kalifornien, USA) et al., Nature Medicine, doi: 10.1038/s41591-026-04625-x

BauchspeicheldrüsenkrebsBiomarkerBluttestFrüherkennungPankreaskrebs
Bevorzugte Quelle bei Google

Möchten Sie Bild der Wissenschaft in Ihren Google-Suchergebnissen bevorzugt sehen? Ein Klick genügt.

Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle festlegen →

Mehr aus Gesundheit & Medizin

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Gesundheit & Medizin.

Alle Gesundheit & Medizin-Artikel
„Zombiezellen”: Warum Krebs nach der Chemotherapie oft wiederkommt
Gesundheit & Medizin

„Zombiezellen”: Warum Krebs nach der Chemotherapie oft wiederkommt

29. Oktober 2026

Eine Studie zeigt, warum manche Krebszellen nach einer Chemotherapie zu zehnfach größeren, resistenten „Zombies“ werden - und wie sich dies verhindern lässt.

Kohlenmonoxid – die unsichtbare Gefahr
BDW PlusGesundheit & Medizin

Kohlenmonoxid – die unsichtbare Gefahr

28. Oktober 2026

Jedes Jahr gehen etliche Vergiftungen und Todesfälle auf Kohlenmonoxid zurück. Spezielle Warnmelder könnten schützen – doch in welchen Fällen macht das Sinn?

Innere Uhr aus dem Takt: Neuer Subtyp der Depression?
Gesundheit & Medizin

Innere Uhr aus dem Takt: Neuer Subtyp der Depression?

28. Oktober 2026

Fast jede vierte Depression könnte auf einen neu identifizierten zirkadianen Subtyp zurückgehen – mit möglichen Konsequenzen für die Behandlung.

Wie unsere Atemwege Krankheitserreger erkennen
Gesundheit & Medizin

Wie unsere Atemwege Krankheitserreger erkennen

27. Oktober 2026

Wie unsere Schleimhäute Krankheitserreger schon beim Einatmen erkennen und dann das Immunsystem alarmieren, haben Forschende jetzt herausgefunden.

← Zurück zu Gesundheit & MedizinZur Startseite