Zum Inhalt springen
Bild der Wissenschaft
AnmeldenAbonnieren
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Shop
  • Rezensionen
  • Podcast
  • BDW Plus
Bild der Wissenschaft
  • Astronomie & Physik
  • Erde & Umwelt
  • Archäologie
  • Gesundheit & Medizin
  • Technik & Digitales
  • Gesellschaft & Psychologie
  • Kolumnen
  • Nachgefragt
  • Rezensionen
  • Podcast
  • Lexikon
Wissenschaft-Newsletter
Die wichtigsten Entdeckungen der Woche direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • BILD DER WISSENSCHAFT Marktplatz

Hefte

  • Sonderhefte
  • Einzelhefte

Unsere Partner

  • Fraunhofer IPA
  • Leibniz-Institut ifl
  • wissen.de
  • ScienceBlogs
  • experimenta
  • Wissenschaftspodcasts

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
BILD DER WISSENSCHAFTErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Abonnement & LeserserviceE-Mail: leserservice@konradin.de
Tel: +49 (0)711 82651-201
RedaktionE-Mail: wissenschaft@konradin.de
Tel: +49 (0)711 7594-392
Folgen Sie uns
Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle bei Google einrichtenAuf Google merken →
Konradin Mediengruppedamals.denatur.de
© 2026 Bild der Wissenschaft
Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

Startseite/Gesundheit & Medizin/Artikel
Anti-Aging: Welche Ernährung hält jung?
Gesundheit & Medizin

Anti-Aging: Welche Ernährung hält jung?

Eine gesunde Ernährung kann dazu beitragen, dass wir langsamer altern. Die genaue Zusammensetzung spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, es zählt das Gesamtbild. · Foto: © monticelllo/ iStock

Wer sich gesund ernährt, altert langsamer. Auf eine spezifische Ernährungsform kommt es dabei aber nicht an, zeigt eine Studie. Demnach können verschiedene als gesund geltende Diäten altersbedingte Veränderungen bremsen, darunter bestimmte Anlagerungsmuster an unserer DNA. Zu solchen „Anti-Aging“-Helfern gehören eine pflanzliche Ernährung, die Mittelmeerdiät und die nordische Diät sowie spezielle Ernährungsformen für die Gesundheit von Herz und Hirn.
Autor
Elena Bernard
18. September 2026
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Gesundheit & Medizin

Viel Obst und Gemüse, reichlich Vollkornprodukte, tierische Produkte allenfalls in Maßen sowie wenig Zucker, Salz und Fett: Auf diese Grundregeln lassen sich viele gesundheitsförderliche Ernährungsstile zusammenfassen. Die Unterschiede liegen jedoch in den Feinheiten. Die eigens für die Herzgesundheit entwickelte DASH-Diät legt einen besonderen Fokus auf die Reduktion von Salz, die mediterrane und die nordische Diät konzentrieren sich auf Lebensmittel, die in den jeweiligen Regionen verbreitet sind, und pflanzliche Ernährungsformen kommen ganz ohne tierische Produkte aus.

Epigenetische Uhren im Blick

Für alle diese Diäten haben Studien bereits positive Effekte auf die Gesundheit festgestellt, einige sollen sogar wie eine Verjüngungskur wirken und die biologische Alterung des Körpers verlangsamen. Erkennbar wird dies unter anderem am Epigenom, dem Muster kleiner Anlagerungen an unserer DNA. „Ob diese Ernährungsmuster gleichermaßen vorteilhaft sind und ob sie mit ähnlichen epigenetischen Profilen einhergehen, war aber bisher unklar“, erklärt ein Team um Juliana Tavares vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn.

Mit Daten von rund 7500 Menschen haben Tavares und ihr Team nun verglichen, wie sich zehn unterschiedliche Ernährungsstile auf das Epigenom und damit auf die biologische Alterung auswirken. Dazu befragten sie die Teilnehmenden per Fragebogen nach ihren Ernährungsgewohnheiten und untersuchten ihr Blut auf zahlreiche DNA-Anlagerungen, die mit der Alterung in Verbindung gebracht werden. „Um das biologische Altern aus der DNA-Methylierung abzulesen, haben wir drei verschiedene Ansätze verwendet, sogenannte epigenetische Uhren“, berichtet Tavares. Rund 850.000 Stellen am Erbgut flossen in die Analyse ein, etwa doppelt so viele wie in vielen anderen Untersuchungen.

Es gibt nicht die eine „richtige“ Diät

Das Ergebnis: „Die Einhaltung eines gesunden Ernährungsmusters ist mit einer verringerten epigenetischen Alterung assoziiert“, berichten die Forschenden. Acht der zehn untersuchten Ernährungsstile erwiesen sich dabei als hilfreich. Zwei davon ließen alle drei epigenetischen Uhren langsamer ticken: die nordische Diät, die vor allem auf regionale, saisonale Pflanzenkost, Vollkorngetreide und Fisch setzt, sowie die DASH-Diät mit ihrem Fokus auf eine herzfreundliche Kost. Sechs weitere untersuchte Ernährungsformen, darunter die Mittelmeerdiät und zwei Arten von pflanzlicher Diät, reduzierten auf mindestens einer der drei epigenetischen Uhren die biologische Alterung. Negative Effekte stellten die Forschenden hingegen für zwei Ernährungsstile fest, bei den hoch verarbeitete Lebensmittel und Fastfood einen großen Anteil haben.

„Die Effekte sind nicht riesig, aber messbar und bedeutsam für die Prävention. Denn durch Verlangsamung des Alterungsprozesses lässt sich das Risiko altersbedingter Erkrankungen wie Demenz oder Herz-Kreislauf-Störungen verringern“, sagt Tavares‘ Kollegin Monique Breteler. „Wichtig ist, dass es wahrscheinlich nicht nur eine ‚richtige‘ Diät gibt. Unsere Daten zeigen vielmehr, dass verschiedene Ernährungsstile mit einem langsameren Altern verbunden sind – einige mehr, andere weniger. Das ist ein ermutigender Befund, denn er lässt Spielraum, gesunde Ernährung an persönliche und kulturelle Vorlieben, Budget und Geschmack anzupassen.“

Unterschiede im Detail, Gemeinsamkeiten für die Gesundheit

Zusätzlich analysierten die Forschenden, auf welchen Wegen die verschiedenen Ernährungsformen ihre gesundheitsförderlichen Effekte entfalten. Dabei stellten sie fest, dass jede Diät mit spezifischen epigenetischen Mustern verknüpft war und die Genregulation damit auf jeweils eigene Weise beeinflusste. Demnach fördert die DASH-Diät wie beabsichtigt Signalwege, die beispielsweise mit einem gesunden Blutdruck in Verbindung stehen, und die MIND-Diät, die gegen kognitiven Verfall entwickelt wurde, unterstützt den Ergebnissen zufolge tatsächlich die Hirngesundheit.

Die Analyse enthüllte jedoch auch, dass sich die Auswirkungen aller gesundheitsförderlichen Ernährungsweisen stark überschnitten: „Mehr als 70 Prozent der beeinflussten Signalwege waren allen Diäten gemeinsam. Dabei ging es um Zellstruktur, zelluläre Kommunikation und Stoffwechsel – allesamt Prozesse, die für Alterung und chronische Krankheiten von zentraler Bedeutung sind. Deshalb ist nachvollziehbar, dass die von uns untersuchten Diätformen alle mit einer Verlangsamung des biologischen Alterns einhergehen“, sagt Tavares. „Obwohl es messbare Unterschiede zwischen den Diäten gibt, sind diese absolut gesehen bescheiden. Was zählt, ist das Gesamtbild.“

Quelle: Juliana Tavares (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V.) et al., Nature Communications, doi: 10.1038/s41467-026-77064-4

AlterungDiätEpigenetikErnährung
Bevorzugte Quelle bei Google

Möchten Sie Bild der Wissenschaft in Ihren Google-Suchergebnissen bevorzugt sehen? Ein Klick genügt.

Bild der Wissenschaft als bevorzugte Quelle festlegen →

Mehr aus Gesundheit & Medizin

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Gesundheit & Medizin.

Alle Gesundheit & Medizin-Artikel
Warum große Hunde schneller altern als kleine
Gesundheit & Medizin

Warum große Hunde schneller altern als kleine

12. Oktober 2026

Bei Hunden bestimmt auch die Größe, wie lange sie leben – aber warum? Schuld daran sind nicht die Gene, sondern deren Anhänge, wie eine Studie enthüllt.

Erst Gemüse, dann Kohlenhydrate? Was bringt Meal Sequencing?
Gesundheit & Medizin

Erst Gemüse, dann Kohlenhydrate? Was bringt Meal Sequencing?

9. Oktober 2026

Nacheinander statt zusammen? Ob der Ernährungstrend des Meal Sequencing unserer Gesundheit etwas bringt, haben Forschende in einer Metaanalyse untersucht.

Chemienobelpreis für Überwinder des molekularen Spiegelbild-Problems
Gesundheit & Medizin

Chemienobelpreis für Überwinder des molekularen Spiegelbild-Problems

7. Oktober 2026

Der Nobelpreis für Chemie 2026 geht an Henri Kagan und Kenso Soai, zwei Forscher, die das Problem der Spiegelbild-Moleküle in der organischen Chemie gelöst…

Medizinnobelpreis für drei Pioniere der Optogenetik
Gesundheit & Medizin

Medizinnobelpreis für drei Pioniere der Optogenetik

5. Oktober 2026

Der Medizinnobelpreis 2026 geht an Peter Hegemann, Georg Nagel und Karl Deisseroth. Sie entdeckten, wie man Nervenzellen mittels Licht an- und ausschalten kann.

← Zurück zu Gesundheit & MedizinZur Startseite