Dem Konzept „Wissenschaft erleben und buchstäblich begreifen“ war in Heilbronn großer Erfolg beschert: Seit der Eröffnung der experimenta 2009 brachte der Besucheransturm die Kapazitäten der Wissens- und Erlebniswelt immer wieder an die Grenzen. Deshalb war Wachsen angesagt: In den letzten zwei Jahren wurde die experimenta zum größten Science Center Deutschlands ausgebaut. Seit April 2019 können die Besucher nun in vier Ausstellungswelten über 275 Exponate erleben sowie in neun Laboren experimentieren. Doch es gibt auch die Möglichkeit, sich zurückzulehnen und zu staunen – und zwar im Science Dome.
Der Kuppelbau verfügt über einen 700 Quadratmeter großen 3D-Screen, einen drehbaren Zuschauerraum und eine Hightech-Bühne, auf der es die Veranstalter buchstäblich krachen lassen können. Die vielen Möglichkeiten machen den Science Dome zu einem multifunktionalen Veranstaltungsort: Hier präsentiert die experimenta den Besuchern speziell produzierte 360-Grad-Filme, Livexperimente, verschiedene Arten von Shows – und Wissenschaftstheater.
Buchstäblich spielerisch vermittelt
„Was wir bei der experimenta vermitteln wollen, ist bei diesem Konzept auf besondere Weise verpackt: Beim Wissenschaftstheater sind die Inhalte und Botschaften in Geschichten eingebunden, die Schauspieler auf der Bühne live präsentieren“, sagt Katrin Riedlinger, die mit ihrem Team für die Konzeption und Entwicklung der Shows zuständig ist. Wie sie erklärt, soll das Wissenschaftstheater neben der Wissensvermittlung vor allem die Begeisterung wecken, die Welt zu entdecken. „Der Science Dome bietet dabei die Möglichkeit, den Bühnenstücken einen Wow-Faktor zu verleihen – wir können alle Register ziehen, die unsere Hightech-Anlage zu bieten hat“, sagt der für den Science Dome zuständige Bereichsleiter Kenan Bromann.
Für das Wissenschaftstheater besitzt die experimenta ein eigenes Ensemble, die eine schauspielerische oder naturwissenschaftliche Ausbildung haben oder eine Kombination aus beiden Aspekten. Sie spielen abwechselnd die Figuren, um die sich die täglich präsentierten Stücke drehen. Im Fall der ersten Produktion sind sogar Gesangskünste gefragt: Bei „Mondpirat und Spiegelei“ ist auch Musik im Spiel. „Wir haben dieses Stück in Zusammenarbeit mit einer Kinder-Musik Autorin entwickelt“, sagt Riedlinger. Das etwa 40 Minuten lange Stück ist vor allem für die jungen Besucher der experimenta konzipiert. „Aber ältere Zuschauer, die sich ihr inneres Kind erhalten haben, kann das Stück natürlich auch begeistern“, betont Riedlinger.
Pfiffig inszenierte Stücke mit Botschaft
Die Geschichte handelt von einer kleinen Piratin, die möglichst kostbare Schätze erbeuten will. Mit ihrem Schiff startet sie deshalb zu einer fantastischen Reise, die sie zum Mond und bis zur Sonne bringt. Die Zuschauer nimmt sie auf ihr Abenteuer mit – sie werden ebenfalls zu Weltraumpiraten. Gold und Juwelen finden sie auf der spannenden Reise zwar nicht, aber dennoch werden sie reich – die Abenteurer häufen einen Wissensschatz an.






