Die Inhaltsstoffe chemischer Pestizide kommen im Unterschied zu denen biologischer Pflanzenschutzmittel in der Regel nicht in der Natur vor. Manche Biopestizide werden aus Naturstoffen wie Blättern oder Blüten gewonnen, andere bestehen aus Bakterien, Pilzen oder Viren oder sind Stoffwechselprodukte von Bakterien. Auch Nützlinge wie Marienkäfer werden im biologischen Pflanzenschutz eingesetzt. Manchmal haben biologische Spritzmittel zwar ein Vorbild in der Natur, werden aber chemisch synthetisch nachgebaut. Insofern ist der entscheidende Gegensatz zwischen konventionellen und biologischen Spritzmitteln weniger die Produktionsweise als das Vorkommen in der Natur. Ob ein biologisches Gemüse oder Obst gespritzt ist, kann der Kunde nicht erkennen, denn dies wird nicht gekennzeichnet. Bei empfindlichen Produkten wie Trauben, Äpfeln und Tomaten kann man aber davon ausgehen, dass der Bauer biologisch gespritzt hat. Dies gilt auch für Obst und Gemüse von speziellen ökologischen Erzeugergemeinschaften wie Demeter.




