Rund 150 Staatsoberhäupter haben sich nun in Paris versammelt und zunächst einmal ihre Erwartungen und Absichtserklärungen zur Klimakonferenz verkündet. In den kommenden zwei Wochen sollen nun Weichenstellungen erarbeitet werden, um unseren Planeten vom klimatischen Katastrophenkurs abzubringen. Das konkrete Ziel: Die Klimaerwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts auf zwei Grad zu begrenzen. Der Rückblick wird zeigen, ob dieser Klimagipfel tatsächlich einen Wendepunkt gebracht hat. Der öffentliche Druck ist indes hoch: Der Beginn des Klimagipfels war weltweit von Demonstrationen bisher unerreichten Ausmaßes begleitet – viele Menschen fordern weltpolitische Maßnahmen. Doch jeder von ihnen kann auch selbst einen erheblichen persönlichen Beitrag leisten, betont die gemeinnützige co2online GmbH mit Verweis auf die von der Europäischen Kommission geförderte Kampagne SMERGY und ein damit verknüpftes Klimakochbuch.
Persönliche Klimapolitik ist gefragt
Dem Themendossier zufolge werden rund 15 Prozent der CO 2-Pro-Kopf-Emissionen in Deutschland durch Produktion, Handel, Transport und Zubereitung von Lebensmitteln verursacht. Deshalb lässt sich hier auch besonders effektiv ein persönlicher Hebel ansetzen. “Wer Lebensmittel schätzt, der schützt das Klima. Und mit frischen Zutaten, schmackhaften Rezepten sowie saisonalen und regionalen Lebensmitteln kann auch so mancher Skeptiker von einer klimafreundlichen Ernährung überzeugt werden”, sagt Boris Demrovski von der Kampagne SMERGY. “Dabei setzen wir nicht auf den erhobenen Zeigefinger, sondern auf Genuss und Begeisterung. Denn eine klimafreundliche Ernährung ist gut für die Gesundheit, das Konto und die Zukunft unseres Planeten”, resümiert Demrovski.
Grundsätzlich präsentieren die Experten fünf Kern-Tipps für eine klimafreundliche Küchen-Politik:
1. Es muss nicht immer Fleisch sein
Ein wichtiger Punkt ist das Thema Fleischkonsum: Im Durchschnitt verputzt jeder Deutsche pro Jahr 60 Kilogramm Fleisch. Das ist doppelt so viel, wie wir nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung essen sollten. Fleisch ist in der Herstellung und Produktion viel energieaufwändiger als beispielsweise Obst und Gemüse und verursacht deshalb deutlich mehr CO 2. Daher gilt: Weniger Fleisch ist gut für das Klima, aber auch für die Gesundheit.
2. Bio-Lebensmittel machen Sinn
Auch wenn sie manchmal in die Kritik geraten: Bio-Lebensmittel haben meist bessere Klimawerte als konventionell produzierte Lebensmitteln und können so die persönliche Klimabilanz im Bereich Ernährung verbessern. Das Biosiegel tragen mittlerweile fast 70.000 Produkte in den Supermärkten. Wer beispielsweise seinen Anteil an Bio-Produkten um 50 Prozent erhöht, kann pro Jahr über 130 Kilogramm CO 2 vermeiden, geht aus dem Berechnungssystem von SMERGY hervor.




