Klarer Fall von „Man ist, was man isst”: Im Darm von Japanern, nicht aber in dem von US-Amerikanern, leben Bakterien mit einem Sushi-Gen. Damit können die Mikroben Kohlenhydrate aus Algen und Seetang verdauen – äußerst praktisch, wenn man täglich etwa 14 Gramm davon in Form von Sushi und Co zu verarbeiten hat.
Spannender als der Fund an sich ist jedoch die Herkunft des Gens: Außer in den japanischen Därmen kommt es ausschließlich bei Meeresbakterien vor. Vermutlich sind diese irgendwann zusammen mit den Algen auf dem Teller der frühen Japaner gelandet und so in deren Verdauungstrakt gelangt. Dort scheinen sie einen regen DNA-Austausch mit den ortsansässigen Mikroben betrieben zu haben – wobei sich diese wohl unter anderem das Sushi-Gen einverleibten. Und weil das neue Gen so praktisch war, wurden seine neuen Besitzer schließlich fester Bestandteil der japanischen Darmflora.





