Krebsstudien
Mehr als 60 Prozent der Krebspatienten sind älter als 65 Jahre. Aber wenn es um die Erprobung neuer Krebstherapien geht, sind diese Jahrgänge stark unterrepräsentiert: Nur ein Viertel der Studienteilnehmer stammt aus der gefährdeten Altersgruppe. Auf diesen Missstand, der viele Forschungsergebnisse in einem zweifelhaften Licht erscheinen lässt, sind kalifornische Mediziner in der Studien-Datei des US-Krebsforschungsinstitutes gestoßen. Sie fordern daher, die Kriterien für Krebsstudien zu lockern. So sollten Patienten mit typischen Alterskrankheiten wie hohem Blutdruck oder Herzkrankheiten nicht länger ausgeschlossen werden. Auch wer nicht mehr mobil sei, sollte trotzdem die Chance haben, an einer Studie teilnehmen zu können.
Thomas Willke




