Patienten mit einer vorgeschädigten Niere sollten sich in einem Whirlpool vor dem Druckwasserstrahl in Acht nehmen. Nierenspezialisten der Berliner Charité berichteten jetzt im Britischen Fachblatt „The Lancet” über einen 36-Jährigen, dessen Leben nur noch per Notoperation gerettet werden konnte. Der Mann leidet an einem Nierenschaden und muss regelmäßig zur Dialyse.
Weil er den Rat seines Arztes nach mehr sportlicher Betätigung befolgte, war er zum Schwimmen gegangen. Beim abschließenden Besuch im Whirlpool richtete er den Druckwasserstrahl auch auf seine linke Niere. Am nächsten Tag ging er turnusmäßig zur Dialyse. Kurze Zeit später spürte er auf seiner linken Körperseite heftige Schmerzen und musste sich erbrechen. Die Ärzte machten eine Computertomographie und entdeckten eine massive Nierenblutung.
Die Ursache war wahrscheinlich eine Verkettung unglücklicher Umstände: Der Whirlpool führte zu Verletzungen, die durch die Dialyse gefährlich wurden. Denn vor der Blutwäsche bekam der Patient Medikamente, damit das Blut während der Behandlung nicht gerinnt.
Thomas Willke




