Vor fünf Jahren begannen die USA mit einem Milliarden teuren Unternehmen: dem Airborne Laser-Projekt (ABL). Geplant ist, Flugzeuge vom Typ Boeing 747 mit starken Laser-Kanonen auszurüsten, um feindliche Flugobjekte über amerikanischem Territorium abzuschießen. Doch die Star-Wars-Phantasien der Planer könnten sich als reines Wunschdenken herausstellen, wenn man den Untersuchungen des israelischen Wissenschaftlers Nathan Kopeika von der Ben-Gurion Universität in Beer-Sheva glaubt. Kopeika wirft den Amerikanern vor, die Auswirkungen von kleinsten Staubpartikeln in der Atmosphäre, den Aerosolen, übersehen zu haben. Diese könnten die Laserstrahlen stören, abschwächen und so völlig wirkungslos machen. Kopeika: „Unsere Untersuchungen haben gezeigt, daß Aerosole den Laserstrahl 100 Kilometer hinter der Kanone bis zu 1 Kilometer weit auffächern können.” Dieser Effekt tritt laut Kopeika schon bei ganz normalen, jahreszeitlich bedingten Wetterwechseln auf. Der Forscher warnt: „Wenn die Verantwortlichen sich nicht um dieses Problem kümmern, werden sie eine böse Überraschung erleben.”




