Im Winter geborene Männer sind relativ häufig Linkshänder. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Universität Wien. In der untersuchten Gruppe von fast 13 000 Personen waren 7,5 Prozent der Frauen und 8,8 Prozent der Männer Linkshänder, wobei die linkshändigen Männer vor allem zwischen November und Januar Geburtstag hatten. Bei den Frauen gab es keinen solchen Unterschied. Die Ursache könnten Hormone sein: Nach einer Theorie hemmt Testosteron in der embryonalen Entwicklung die Reifung der linken Gehirnhälfte, deren Dominanz die Rechtshändigkeit auslöst. Ein hoher Testosteronspiegel könnte also Linkshändigkeit fördern. Die jahreszeitliche Schwankung ginge dann darauf zurück, dass es in den Sommermonaten länger hell ist, denn Tageslicht erhöht den Testosteronspiegel. Mütter, die im Winter gebären, sind im Sommer schwanger und bilden in dieser Zeit mehr Testosteron, das sich auf den Embryo überträgt. Offen bleibt, warum der Effekt nur bei Männern auftritt.




