Wissenschaftstheorie im Einsatz
WAS DIE WELT IST und wie wir sie erkennen, gehört zu den ewigen Grundfragen der Menschen. Dass die modernen Wissenschaften sie nicht allein, sondern allenfalls im Verbund mit der Philosophie beantworten können, ist noch nicht Allgemeingut. Und dies muss keineswegs anstrengend und abstrakt oder gar unverständlich sein, wie die Essays von Gerhard Vollmer beweisen. Sein neues Buch ist ein Genuss! Der Wissenschaftstheoretiker und Professor an der Technischen Universität Braunschweig beschreibt, wie die Evolution unser Erkenntnisvermögen geprägt hat und was das für die Leistungen und Grenzen unserer Weltbilder bedeutet. Außerdem gibt er glänzende Einführungen in viele grundlegende Themen und Fragestellungen etwa Naturgesetze, Raum und Unendlichkeit. Und er reflektiert über die Mathematik als Mittel der Naturbeschreibung, über die Zukunft oder ein mögliches Ende einzelner Wissenschaften, über den außerordentlichen Nutzen von Fehlern und die Bewertung ungelöster Probleme sowie über die Natur der Natur und das Scheitern unserer Theorien über sie was ein bestechendes Argument dafür ist, dass wir uns die Welt nicht einfach nur einbilden.
Rüdiger Vaas




