Experten des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin gehen davon aus, dass im schlimmsten Fall 400 bis 600 Deutsche bis zum Jahr 2040 mit dem Erreger der Rinderseuche BSE infiziert sind. BSE-verseuchtes Rindfleisch gilt als wahrscheinliche Ursache einer neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK), die das Gehirn der befallenen Menschen zerstört. Im besten Fall bleibe die Zahl der Infizierten weiterhin bei null, schreiben Michael Beekes und Reinhard Kurth vom RKI in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift. Sicher ist, dass auch künftig deutlich mehr Deutsche an der meist spontan auftretenden oder erblich bedingten „alten” Variante von CJK erkranken. Hier sei konstant mit etwa 80 Fällen pro Jahr zu rechnen. In Großbritannien jedoch könnte den aktuellen Statistiken zufolge die neue Variante der ursprünglichen Krankheitsform bald den Rang ablaufen. Dort gelangten zwischen 1980 und 1996 bis zu 1,8 Millionen BSE-infizierte Rinder in die Nahrungskette. Bereits jetzt sind mehr als 140 Briten an vCJK verstorben oder erkrankt. Bis 2040 könnte sich diese Zahl auf 6000 Menschen erhöhen.




