Vanillearoma ist ein beliebter Geschmacks- und Duftzusatz für Lebensmittel, Medikamente und Kosmetika. Das meiste Aroma stammt von Vanillepflanzen (Vanilla planifolia), die als domestizierte Kulturpflanzen kommerziell angebaut und meist manuell bestäubt werden. Diese tropischen Orchideen sind jedoch anfällig für Krankheiten sowie Trockenheit und Hitze – Stressfaktoren, die im Zuge des Klimawandels künftig häufiger auftreten werden. Abhilfe könnten hierbei wilde Vanillearten bieten, die eine größere genetische Vielfalt haben als die Nutzpflanzen. Durch gezielte Kreuzungen mit besonders widerstandsfähigen Wildvarianten könnten Landwirte ihre Vanillepflanzen klimaresistenter machen. „Wilde Vanillearten entwickeln sich weiter und erlangen Merkmale, die für die Verbesserung der Nutzpflanzen von Interesse sind, zum Beispiel Trockenheits- und Hitzetoleranz und Resistenz gegen Krankheitserreger“, erklärt Seniorautor Bart Muys von der Katholischen Universität in Löwen (KU Leuven.





