Die meiste Zeit liegen die „springenden Gene” – auch „ Transposons” genannt– still, verstreut auf den Chromosomen. Sie bestehen aus DNA und sind hier rot, blau und orangefarben gekennzeichnet. Der Startschuss ihrer Vermehrung ist die Syn-these von RNA, quasi einer Abschrift der Gene. Die RNA wandert aus dem Zellkern (grau) in das Plasma der Zelle (blau) zu den Ribosomen, den Eiweiß-Fabriken. Diese setzen die genetische Information in Proteine (farbige ovale Strukturen) um.
Anschließend geht es auf verschiedenen Pfaden weiter: DNA-Transposons (rot, 1) springen von einem Chromosomen-Ort an einen anderen. Für den Platzwechsel benötigen sie ein bestimmtes Protein, die Transposase (gelbes Oval), deren Code sie selbst tragen. Nachdem die Transposase aufgebaut ist (2), dockt sie an dem Gen an (3) und schneidet es heraus, sodass es springen kann (4).
LINE-1- (orangefarben) und Alu-Elemente (blau) gehören hingegen zu den Retrotransposons. Bei ihnen wandert die RNA samt benötigter Eiweiße zurück in den Kern (5). Dort schreibt ein spezialisiertes Protein, das Enzym Reverse Transkriptase (grün), die RNA wieder in DNA um (6). Diese DNA baut sich an beliebiger Stelle in ein neues Chromosom ein (7). Im Gegensatz zu den DNA-Transposons (rot), die nur ihren Platz wechseln, haben sich die Retrotransposons (blau, orangefarben) nach dem Springen also vermehrt.
Alu-Elemente (blau) können ihre Eiweiße nicht selber bilden. Sie„stehlen” sie vielmehr am Ribosom von LINE-1 (8). Die RNA von LINE-1 löst sich dann auf (9).




