In 26 Aufsätzen und Interviews geht es um die drängenden Fragen der Zukunft: Welche neuen Hilfen gibt es für Senioren? Wie werden wir arbeiten? Welche Medien werden zum Alltag gehören? Werden Körper und Geist genetisch und technisch verändert? Und wie werden die Menschen auf die Veränderungen reagieren?
Am besten gelungen sind jene Beiträge, die konkrete Szenarien beschreiben etwa der über maschinelles Gedankenlesen. Das kann Vorteile haben, etwa für Gericht und Polizei. Aber es erzeugt auch den gläsernen Menschen, den Industrie und Behörden nach Belieben durchleuchten können. Oder der Aufsatz, der nach den Auswirkungen neuer Herstellungsverfahren fragt: Ein Rapid Manufacturing-Gerät zu Hause kann zwar recht praktisch sein, wenn ein Werkzeug kaputt geht. Aber es eröffnet eben auch die Möglichkeit, sich mal eben eine Waffe auszudrucken.
Der Sammelband bietet einen meist kurzweiligen, zuweilen aber auch etwas verquasten Blick in unsere technisierte Zukunft. Wobei eines klar ist: Etliche Visionen sind sicher schon morgen überholt.
Werner Pluta




