Wespenweibchen behandeln ihre männlichen Artgenossen wenig liebevoll. Wenn die Arbeiterinnen mit frischer Beute in das Nest zurückkehren und dabei einem Männchen begegnen, wird dieses kopfüber in eine leere Wabe gesteckt und sein Hinterteil mit Hieben, Bissen und Stichen malträtiert. Wehren können sich die Wespenmännchen nicht, da sie selbst keinen Stachel besitzen.
US-amerikanische Biologen von der Cornell Universität in Ithaca kamen diesem aggressiven Verhalten der Wespendamen durch Videoaufnahmen auf die Spur. Das “Männchen-Stopfen”, wie die Biologen es nennen, wurde vermutlich bisher übersehen, weil es nur wenige Sekunden lang dauert.
Der Grund für die rauhen Sitten liegt für die Cornell- Forscher auf der Hand: Die Wespenweibchen wollen damit verhindern, daß die männlichen Tiere, die ihre Zeit untätig im Nest verbringen, den hungrigen Wespenlarven zu viel wegfressen.




