Keazors Wegweiser durch die Welt der Irreführer macht an der Ateliertür nicht halt. So wie Gemälde und Skulpturen sind auch die Autobiografien vieler berühmter Fälscher erlogen. Einer täuschte sogar den eigenen Selbstmord vor, um einer Bestrafung zu entgehen. Die Katze Kunst beißt sich in den Schwanz, wenn ein frisch erfundener Vermeer aus Versehen von einem anderen Kopisten gefälscht wird, weil der die Vorlage für echt hielt.
Henry Keazor will aber nicht nur Kurios-Kriminelles erzählen, sondern nutzt die Berichte über windige Expertisen, Kunstnepp, Augenwischerei und die Dramaturgie der Entlarvung, um klarzustellen: Erst die unkritische Kommerzialisierung von Kunst öffnet Fälschern die Tür in die Museen. Ein Handbuch für Kunstdetektive, das die Trickkiste der Fälscher bis unter den doppelten Boden ausleuchtet.





