Träume sind wichtig für den Menschen
Klarträumen und Gehirnwellen im Gammabereich
Bei einem Experiment im Schlaflabor des Universitätsklinikums Göttingen trat Erstaunliches zutage. Das Klarträumen konnte durch die Stimulation des Gehirns mit Elektroden provoziert werden, und zwar bei Personen, die alle noch keine Erfahrung mit dem Thema hatten. Am stärksten war der Effekt, wenn das Gehirn mit Frequenzen von 25 und 40 Hertz stimuliert wurde, wobei im Stirnhirn vermehrt Wellen im sogenannten Gamma-Frequenzband auftraten.
Gammawellen sind wenig erforscht
Gammawellen sind noch wenig erforscht und werden etwa mit mystischen und transzendenten Erfahrungen in Verbindung gebracht. Auch bei der fokussierten Meditation spielen sie eine Rolle. Es scheint so zu sein, dass eine Schwingung im Gammabereich das Klarträumen erleichtert. Damit ist für die Wissenschaft klarer, was beim luziden Träumen eigentlich passiert. Damit ist dem Einzelnen jedoch noch nicht geholfen, der sich immer wieder seinen Angstträumen stellen muss oder einfach neugierig ist, welchen Einfluss er auf sein schlafendes Gehirn nehmen kann. Schließlich hat niemand ein entsprechendes Gerät zu Hause, um seine Gehirnwellen beeinflussen zu können.
Es gibt Möglichkeiten, das luzide Träumen zu provozieren
Klarträumen fasziniert Wissenschaft und Privatpersonen schon seit vielen Jahrzehnten. Anfänglich wurde es von vielen als esoterische Spinnerei abgetan, doch als man verschiedene Methoden entdeckte, mit denen man das luzide Träumen provozieren konnte, wurde seine Existenz immer greifbarer. Wenn man diese Methoden (Realitäts-Check, Wach-wieder-ins-Bett-Methode, MILD-Technik) regelmäßig anwendet, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man klar träumt. Man bekommt zunehmend Kontrolle darüber.
Ein Klartraum ist im Grunde nur ein bestimmter Zustand des Bewusstseins, und es ist fraglich, ob er überhaupt an das Schlafen gebunden ist. Es kann sein, dass die körperliche Entspannung im Schlaf und vorangegangene Gehirnaktivitäten das Klarträumen begünstigen. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen normalem und luzidem Schlaf: Während normaler Schlafphasen ist das Bewusstsein weitgehend heruntergefahren, im luziden Traum ist es aktiv. Der Schläfer ist nicht wach, aber registriert den Traum als Traum. Wird es jedoch laut um ihn herum, dann fällt er schnell aus diesem Zustand heraus. Dabei sinkt er jedoch nicht wieder in den Schlaf, sondern wird wach. Anscheinend ist er dem Wachsein in diesem Zustand näher als dem Schlaf.





