Feminine Gesichter wirken auf Männer und Frauen in der ganzen Welt deutlich attraktiver als maskuline Gesichter – egal, ob sie zu einem Mann oder einer Frau gehören.
Das fanden Wissenschaftler aus Japan, Schottland und Südafrika heraus, indem sie Porträtfotos mit Hilfe eines Computers weiblicher oder männlicher machten. Dazu veränderten sie vor allem die Lage von Augenbrauen, Lippe und Nase.
Die befragten Männer und Frauen empfanden feminisierte Gesichter von Frauen wie von Männern generell attraktiver als das Original. Zudem bewerteten sie Personen mit weiblicheren Gesichtszügen grundsätzlich als ehrlicher, kooperativer und emotionaler. Sie sahen in diesen Menschen sogar die besseren Mütter oder Väter.
Vermännlichte Gesichter empfanden die Testpersonen dagegen stets als dominanter und älter. Nur auf die Einschätzung der Intelligenz hatten die Veränderungen keinerlei Einfluß.
Offenbar hat sich im Verlauf der Evolution ein Gleichgewicht zwischen den maskulinen und femininen Anteilen der Gesichtszüge eingestellt. Fraglich ist allerdings, ob die spontanen Deutungen tatsächlich etwas über die wahren Charakterzüge der Menschen aussagen.





