Seit Jahren bin ich der Ansicht, dass die Umstellung der Uhren überholt ist und nur noch negative Ergebnisse erzeugt. Ich habe deshalb mehrmals mit Leserbriefen an meine Tageszeitung meine und die Ansicht vieler Bekannter mitgeteilt. Aber wie man sieht, wird dieser Unsinn weitergeführt.
Mich wundert es, dass wir nicht mehr Unterstützung bekommen, zum Beispiel von der Ärzteschaft. Die Politiker haben viel zu sehr mit ihren eigenen Querelen zu tun, um sich um das zweimal im Jahr stattfindende sehr teure Problem zu kümmern. Es müßte viel mehr Druck von unserer Seite aufgebracht werden. Ob ich das noch erlebe (Jahrgang 1926)?
Karl Dürler, Gingen an der Fils
Ich befürworte die Sommerzeit als ganzjährige Regelzeit, wegen der besseren Nutzung des Tageslichts. Im äußersten Osten Deutschlands erreicht die Sonne um circa 12 Uhr MEZ ihren höchsten Stand, um 0 Uhr steht sie am tiefsten unter dem Horizont. Diese Zeiten sind fast unabhängig von der Jahreszeit und variieren im Jahreslauf nur um circa plus/minus 15 Minuten.
Optimale Ausnutzung des Tageslichtes bedeutet also, dass ein Mensch mit 7 Stunden Schlaf um 20.30 Uhr MEZ zu Bett geht und um 3.30 Uhr MEZ aufsteht. Für den äußersten Westen Deutschlands sind die entsprechenden Zeiten 21 Uhr und 4 Uhr. Die meisten Menschen gehen aber deutlich später zu Bett und stehen später auf. Hier hilft die Sommerzeit, denn sie mildert die Diskrepanz zwischen Tageslicht und Lebensrhythmus um eine Stunde.
Steffen Eckmann, per E-Mail
Das Problem der Menschen bezogen auf falsch getroffene Entscheidungen ist einfach zu erklären: Wir leben nicht lange genug, um die Spinner und Besserwisser zur Rechenschaft zu ziehen, die solches, unter anderem die Einführung der Sommerzeit, befohlen haben. Jetzt ändert man dies nicht mehr, weil es Geld kostet. Dass Menschen durch solche unsinnige Willkür krank werden, interessiert keinen mehr. Also bleibt alles beim Alten.
Horst Gotzens, per E-Mail
Ich empfinde die Sommerzeit als ausgesprochen positiv und hätte sie am liebsten ganzjährig, was die Mühen der zweimaligen Umstellung entbehrlich machte. Die MEZ mit Mittag um 12 Uhr stammt aus der überwiegend landwirtschaftlich geprägten Zeit früherer Jahrhunderte. Heute sind aber über 90 Prozent der Menschen nicht mehr in der Landwirtschaft tätig. Die Landwirte könnten doch einfach unabhängig von der Uhr ihren Rhythmus beibehalten!
Unsere Tagesmitte ist etwa zwischen 14 und 15 Uhr (Aufstehen circa 6 bis 7 Uhr, Nachtruhe ab circa 22 Uhr). Demnach müsste man die Uhr sogar mindestens um zwei Stunden vorstellen.
Prof. Dr. Bernd Rothmaier, per E-Mail
Immer wieder überrascht mich bdw mit faszinierenden und interessanten Themen. Den Artikel „Weg mit der Sommerzeit” habe ich mit innerer Genugtuung gelesen. Trifft er doch den Kern einer Regelung, unter der ich selbst seit Jahren leide. In diesem Artikel finde ich fundierte wissenschaftliche Argumente, um mein Unwohlsein erklären zu können.
Als Arbeitnehmer mit langem Arbeitsweg muss ich während der gesamten Sommerzeit um 4.00 Uhr statt um 5.00 Uhr aufstehen. Abends kann ich nicht rechtzeitig einschlafen, da es so lange hell ist – was ich zugegebenermaßen manchmal sogar genieße. Unsere Kinder litten, während sie noch in den unteren Klassen der Schule waren, genauso darunter. Ich kann nur hoffen, dass es in der EU bald genügend Bürger geben wird, die sich für die Abschaffung der Sommerzeit stark machen.
Ernst Deiringer, Seefeld
Der Genuß, abends anstatt vor der Glotze eine Stunde länger im Garten zu sitzen und zum Beispiel zu lesen, wiegt meines Erachtens die Nachteile der Zeitumstellung deutlich auf. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der TV-Konsum während der Sommerzeit deutlich zurückgeht. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass die Vögel die Zeitumstellung nicht mitmachen, eine Stunde später mit dem Gesang beginnen und ich deshalb meist bis zum Weckerklingeln durchschlafen kann. Ich mag das Zwitschern, aber nicht um 4 Uhr morgens.
Rainer Uitz, Murrhardt
Mein Rhythmus während 40 Jahren Arbeit war meistens: um 6 Uhr aufstehen, zwischen 22 und 23 Uhr schlafen gehen. Am Wochenende schlief ich länger und ging später zu Bett. Allerdings ließ ich diese Verschiebung nicht zu groß werden, weil sonst das Einschlafen am Sonntagabend schwerer war.
Die äußere Helligkeit spielte dabei keine Rolle. Allerdings sorgte ich stets für ausreichende Abdunkelung des Schlafzimmers. Der Einfluß von Lärm (Haus, Straße) auf meinen Schlaf war häufig störender als die Lichtverhältnisse. Das Gerede über Mini-Jetlag und halbjährliche Müdigkeit fand ich überflüssig. Wozu brauchen wir sogenannte Chronobiologen eigentlich?
Dankwart Schmidt, per E-Mail
Nach meiner Beobachtung kommen die von Herrn Spork so genannten Eulen unter den Menschen auch im tiefsten Winter nicht vor Mitternacht ins Bett, auch wenn der Wecker schon um 6 Uhr morgens geht. Wenn es ein Problem mit Schlafdefiziten gibt, dann ist es also in erster Linie eines, mit dem bestimmte Chronotypen zu kämpfen haben, und es ist ein ganzjähriges Problem.
Bernd Göhlsdorf, Münster
Da ging mir ein Licht auf! In Ihrem Beitrag steht zu lesen: „ Schlafmangel macht offenbar dumm – und man merkt es nicht einmal.” Da unsere Politiker vorwiegend nachts zu tagen pflegen, müssen sie, weil sich der Schlafentzug durch die Sommerzeit noch addiert, zwangsläufig zu den Dümmsten der Nation gehören. Das mag der Grund sein, dass man dort nicht bemerkt, wie überflüssig dieser Unfug ist.
Georg Nagleder, per E-Mail
Mir stellt sich die Frage, was Peter Spork den Millionen Menschen empfiehlt, die in Berufen wie Lokführer, Polizist, Journalist oder Krankenschwester tätig sind und deshalb überhaupt nicht dem normalen Schlafrhythmus folgen können. Sind diese Menschen seiner Meinung nach einfach bereits dumm gewesen, als sie ihren Beruf wählten, oder sind sie dadurch erst dumm geworden? Harald Schulze, per E-Mail
LEBEN IM ALL
Aprilscherz, bdw-Nachrichten Heft 4/2010
Endlich konkrete Hinweise auf Leben im All – die intensive Suche der letzten Jahre nach Lebensspuren im All musste ja irgendwann zum Erfolg führen. Ich vermute allerdings bei der Entfernungsangabe einen Druck- oder Rechenfehler. Sind es wirklich nur 41 Lichtjahre oder doch 41 Millionen? Wenn es tatsächlich nur 41 Lichtjahre sind, muss es sich um eine Zwerggalaxie oder um eine große Dunstwolke in unserer Milchstraße handeln.
Die Zusammensetzung der Dunstwolke sollte mit der in unseren Eckkneipen verglichen werden. Die dort lebenden Wesen haben vermutlich noch nichts von der hier stattfindenden Diskussion um den Nichtraucherschutz mitbekommen. Ich schlage vor, diese kleine Galaxie NGG 142010 zu benennen. Die geplante Kontaktaufnahme sollte unbedingt mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten abgestimmt werden.
Georg Lohmann, Lingen





