Bei anhaltender Schläfrigkeit oder Erschöpfung sollte man sich zunächst gründlich vom Hausarzt untersuchen lassen. Denn viele Krankheiten bringen Erschöpfungszustände als Begleiterscheinung mit sich – zum Beispiel rheumatische Erkrankungen, Borreliose oder Depressionen. Wenn diese und andere Grunderkrankungen als Ursachen ausgeschlossen wurden, sollten sich Patienten mit Verdacht auf „Chronisches Erschöpfungssyndrom” (CFS) an einen Endokrinologen wenden. Er kennt die Anzeichen der chronischen Erschöpfung – etwa einen Mangel des Energieträgers Adenosintriphosphat – und kann die entsprechenden Labortests anordnen. Falls sich der Verdacht auf CFS erhärtet, empfiehlt sich zum einen eine individuell angepasste Therapie mit antiviralen oder entzündungshemmenden Medikamenten. Zum anderen kann es die Lebensqualität von CFS-Patienten erheblich bessern, wenn sie ihren Alltag so umgestalten, dass er sich auch in chronisch erschöpftem Zustand meistern lässt.
Wer vermutet, von Narkolepsie betroffen zu sein, sollte sich einer Untersuchung im Schlaflabor unterziehen. Narkolepsie lässt sich mit Medikamenten recht gut behandeln, zum Beispiel mit stimulierenden Medikamenten wie Modafinil. Derartige Medikamente werden auch bei „Idiopathischer Hypersomnie” eingesetzt, obwohl die Symptome dadurch selten völlig verschwinden.




