Rohstoffe werden immer teurer. Dennoch ist Recycling noch nicht gang und gäbe. So werden in Deutschland gerade mal 40 Prozent des Elektroschrotts verwertet. Bis 2019 sollen es europaweit 65 Prozent sein, so eine Vereinbarung der EU-Umweltminister. Bei Reststoffen, die getrennt gesammelt werden, ist die Bilanz deutlich besser. 88 Prozent des Papiers, 87 Prozent des Glases, 72 Prozent des Metalls und 67 Prozent der Kunststoffe aus Verpackungen werden bereits aufbereitet und als Rohstoff genutzt. Das schont nicht nur die begrenzten Vorräte, sondern spart auch Energie und andere Ressourcen. Die Herstellung von Recyclingpapier benötigt nur halb so viel Energie wie die Produktion von Neuware. Entsprechend sinkt die Emission von Schadstoffen und Klimagasen wie Kohlendioxid. Die Wassereinsparung beträgt rund zwei Drittel. Glasrecycling reduziert den Energieverbrauch um ein Viertel, bei Kupfer sind es 80 Prozent.
Die Wertstofftonne, die bis 2015 deutschlandweit eingeführt wird, soll vor allem das Recycling von kleinen Elektrogeräten ankurbeln und das Sammeln vereinfachen. Metalle aller Art und Kunststoffe werden dann in einer einzigen Tonne gesammelt.




