Manche Kinder sind besonders unruhig, schlafen nicht durch, weinen schnell oder sind auf andere Weise schwierig. „Es besteht aber die Möglichkeit, dass sich gerade jene Kinder besser entwickeln als andere”, sagt der Erziehungswissenschaftler Marinus van IJzendoorn, „vielleicht zu überragenden Sportlern, Wissenschaftlern oder anderen Menschen, die Großes für die Gemeinschaft leisten.” Letztlich sei dies eine Frage des Umfelds, meint der Experte für kindliche Entwicklung, und rät Eltern Folgendes:
· Stempeln Sie Ihr Kind nicht als schwierig, verletzlich oder genetisch gefährdet ab. Denn Kinder nehmen sehr genau wahr, was ihre Eltern denken und fühlen.
· Positives Feedback wie Lob und Ermunterung wirkt besser als Schimpfen und Strafen, weil man sonst schnell in eine negative Spirale von Tadeln und noch mehr schlechtem Benehmen gerät.
· Grenzen zu setzen und Struktur zu bieten, ist für schwierige Kinder besonders wichtig. Hilfreich sind ein fester Tagesablauf sowie Rituale wie das Vorlesen vorm Einschlafen.
· Die Betreuung in einer Krippe in den ersten 12 bis 18 Monaten ist möglicherweise nicht für alle Kinder gut, da manche in einer unruhigen, ungeordneten Umgebung schlecht gedeihen.
· Das Leben mit besonders sensiblen Kindern ist anstrengend, aber die Mühe lohnt sich. Seien Sie deshalb optimistisch und sehen Sie das Potenzial in Ihrem Kind.




