Stellvertreter besiegen für uns die Angst
Bei den meisten Thrillern und Horrorfilmen endet der Spannungsbogen mit einer Auflösung der Angst. Nach dem Showdown sind meist alle Bösewichter vernichtet und der Held des Films hat stellvertretend für den Zuschauer über die Angst gesiegt. “Das gibt uns ein gutes Gefühl”, sagt der Psychologe. Im Grunde findet sich dieses Prinzip auch bereits in Märchen für Kinder wieder. Sie suchen ebenfalls bereits aktiv Spannung und Angst. “Der Mensch spielt gerne mit solchen Gedanken, um zu lernen mit den unangenehmen Seiten des Lebens zu Recht zu kommen”, erklärt Kobbé.
Oft Thematisieren gruselige Geschichten und Filme deshalb auch gezielt typische Ängste der Menschen: Gewalt, Tod, Kontrollverlust oder auch Angst vor der Angst selbst. “Jeder Mensch habe allerdings andere Toleranzgrenzen”, betont Kobbé. Manche gehen nach einem Horrorfilm entspannt ins Bett, andere werden dagegen die Bilder nicht mehr los. Diese Grenze sollte man möglichst kennen und einhalten.





