Auf seine Gesundheit hat er nie Rücksicht genommen: Ozzy Osbourne, der legendäre Sänger der britischen Hardrock-Band Black Sabbath, die vor allem in den 1970er-Jahren mit ihrem düster-getragenen, ohrenbetäubend lautem Sound weltweit Erfolge feierte. Der „Prince of Darkness”, wie sich der heute 61-jährige Ozzy gerne nennt, machte 40 Jahre lang Party. Er trank bis zu vier Flaschen Cognac am Tag, konsumierte so ziemlich jede Droge und qualmte wie ein Schlot. Einmal biss er sogar einer lebenden Fledermaus während eines Konzerts den Kopf ab. Jetzt ist der – inzwischen „cleane” – Rocker in den Focus der Wissenschaft gerückt. Forscher wollen wissen, wie es Ozzy geschafft hat, diese Exzesse über eine so lange Zeit hinweg zu überleben. Liegt es etwa an einer besonderen Konstellation seiner Gene?
Ozzy hat sich bereit erklärt, dass das US-Unternehmen Knome aus einer Blutprobe seinen kompletten Gen-Code sequenziert. Die Firma ist spezialisiert auf solche Hightech-Tests, denen sich bisher nur sehr wenige Menschen unterzogen haben. Knome-Direktor Nathan Pearson erklärte: „Individuen mit extremen Krankheitsgeschichten zu analysieren, hat einen großen potenziellen wissenschaftlichen Nutzen.” Und – nebenbei gesagt – auch einen großen wirtschaftlichen: Der Test kostet umgerechnet 32 000 Euro, für die der Sänger selber aufkommen muss. Aber diese Summe bezahlt der schwerreiche Ozzy aus der Portokasse.





