Einen neuartigen Sensor, der Eis und Wasser auf der Fahrbahn erkennt und sogar unterscheiden kann, haben Wissenschaftler am Institut für Chemo- und Biosensorik der Universität Münster entwickelt. Er könnte künftig Autofahrer vor Eisglätte oder Aquaplaning-Gefahr warnen oder – integriert in Assistenzsysteme wie ABS oder eine automatische Abstandsregelung – für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen.
Eine am Fahrzeug angebrachte Lampe beleuchtet die Fahrbahn mit Infrarotlicht. Das von der Straßenoberfläche zurückgeworfene Licht wird über Lichtleiter aus Glasfasern zu Silizium-Detektoren geführt, die rund hundertmal pro Sekunde die Lichtintensität messen. Da infrarotes Licht von Wassermolekülen absorbiert wird, hängt die Intensität der reflektierten Strahlung vom Zustand der Straßenoberfläche ab: Je dicker die Schicht aus Eis oder Wasser auf der Fahrbahn ist, desto weniger Licht erreicht die Detektoren. Die Auswertung besorgt ein Mikrochip.




