Wärme fördert die Durchblutung – die Venen erweitern sich. Diesen Effekt nutzt ein von österreichischen und amerikanischen Medizinern neu entwickelter „Heizhandschuh”: Werden Hand und Unterarm im elektrischen Wärmesack für zehn Minuten vorgewärmt, fällt das Spritzen in die Armvenen erheblich leichter. In einer Studie mit 140 Patienten konnte so die Trefferquote der Nadel im ersten Versuch von 70 auf 94 Prozent gesteigert werden. Der Heizhandschuh ist für Patienten gedacht, bei denen die Venen schwer zu treffen sind, aber auch für Menschen mit Spritzenangst, bei denen sich die Venen beim Anblick der Spritze verengen.
Thomas Willke




