Vor allem Ältere werden
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bild der wissenschaft: Wie wird sich der
Markt für intelligente Haussteuerungen in Deutschland entwickeln?
Scherer: Konkrete Marktdaten gibt es nicht. Alle Prognosen sagen jedoch ein immenses Wachstum für diesen Markt voraus. Optimisten rechnen sogar damit, dass der Umsatz eines Tages den der Automobilbranche übertreffen könnte.
bdw: Sind uns die Märkte in anderen Ländern voraus?
Scherer: Das kann man auf Grund der unterschiedlichen Stoßrichtung in den verschiedenen Ländern so nicht beantworten. In den USA gibt es schon heute Paketlösungen, die dort Absatz finden. Der Kunde kann zum Beispiel Komplettsysteme für die szenariengesteuerte Bedienung seines Hauses erwerben. Dabei teilt man der Zentrale das jeweilige Szenario – zum Beispiel Fernsehen, Party oder Arbeit – mit, und Beleuchtung und Heizung werden entsprechend geregelt oder die Alarmanlage wird scharf gemacht.
bdw: Welche Leistungsmerkmale halten Sie für sinnvoll?
Scherer: Aus Umfragen wissen wir, dass vor allem Funktionen wie das automatische Abstellen der Heizung, wenn ein Fenster geöffnet wird, oder die Zentralverriegelung, die alle Fenster beim Absperren des Hauses schließt und die Alarmanlage aktiviert, sehr gefragt sind. Wir haben insgesamt über 500 Leistungsmerkmale gefunden, die wir für sinnvoll halten und die wir deshalb in unser Versuchshaus in Duisburg integriert haben.
bdw: Für wen bietet sich eine Vernetzung der heimischen vier Wände an?
Scherer: Derzeit werden solche Innovationen vor allem bei Luxushäusern eingebaut. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis sie auch Eingang in viele andere Gebäude finden. Vor allem ältere Menschen werden von dieser Entwicklung profitieren.
bdw: Wo wird der Durchbruch zuerst erwartet?
Scherer: Große Wohnungsbaugesellschaften werden die Vernetzung schon bald umsetzen. Dabei stehen vor allem Funktionen wie das automatische Fernablesen von Gas-, Strom- und Wasserverbrauch im Vordergrund.
Sebastian Moser




