Den ersten Platz belegt der „Regenbogen-Samen“ von Helen Gorges. An der Universität Kiel untersucht die Biologin die Struktur von Basilikum-Samen. Ein konfokales Laser-Scanning-Mikroskop und die autofluoreszierende Wirkung der Zelloberflächen ermöglichen diesen direkten Einblick in die Pflanzenzellen. „Die blau-grünen Flecken in der Mitte der Zelle könnten unter anderem gebündelte Zellulose-Fasern und Polysaccharide sein, die in den schleim-produzierenden Zellen darauf warten, bei Kontakt mit Wasser die Samenhülle zu verlassen“, sagt Gorges zur Struktur der Samen. Diese haben wie Chia- und Leinsamen die Fähigkeit, sich durch Schleimhüllen vor Umwelteinflüssen zu schützen.
Auf Platz 2 steht „Wurzeln auf der Spur“ von Elron Wiedermann. Das Foto entstand bei einem Forschungsprojekt des Instituts Thünen zur Optimierung der Ertragssicherheit bei verdichteten Böden. „Künstliche Poren wurden Anfang des Jahres in einem Winterweizenfeld angelegt und nun mithilfe von Endoskop und Kameratechnik auf Bewurzelung und Regenwurmbesatz untersucht“, erläutert Wiedermann. Damit sollen die großen Wasser- und Nährstoffvorrate, die im Unterboden liegen, für den Weizen erschließbar werden.
„Lupinen: Bittersüße Formenvielfalt“ von Janine Eurisch landete auf dem 3. Platz des Fotowettbewerbs. Während ihrer Untersuchungen an der Universität Hohenheim fiel der Forscherin die Vielfalt an Formen und Farben der Lupinen-Samen auf. Zudem gibt es Unterschiede in beispielsweise der Platzfestigkeit, dem Reifezeitpunkt und der Krankheitsresistenz der Samen – und in ihrem Nutzen. „Während bitterstoffarme Süßlupinen als hochwertige Eiweißquelle an Bedeutung gewinnen, sehen manche das größere Potenzial in den ertragreicheren, aber unverarbeitet ungenießbaren Bitterlupinen“, so Eurisch.
In der Galerie zum „Blattgeflüster“-Fotowettbewerb der Pflanzenforschung finden Sie die drei Gewinnerbilder und weitere Einsendungen, die es in die Top Ten geschafft haben.




