Was passiert, wenn die schöne Blume eines frischgezapften Pils sang- und klanglos in sich zusammenfällt? Das wollten Physiker der Harvard-Universität in Boston wissen und untersuchten in Computersimulationen und Experimenten den Zerfall des Schaums, einem Gemisch aus Gasbläschen und Flüssigkeit. Ergebnis: Zunächst platzen die kleinen Bläschen durch ihren höheren Gasdruck. Das freiwerdende Gas dringt dann in größere Schaumblasen ein und läßt diese weiter anwachsen, bis auch sie platzen. Das führt dazu, daß die Menge des Schaums kontinuierlich abnimmt, da seine Flüssigkeit zwischen den großen Blasen besser abfließen kann.
Daß die Forscher keine reinen Schaumschläger sind, sondern ihre Arbeit durchaus praktischen Wert hat, beweist eine Anfrage des Coca-Cola-Konzerns. Das Unternehmen will sich die Analysen zunutze machen, um die Schaummengen in ihren Limonaden zu verringern.
Hans Groth




