Die Männchen der Schwarzen Witwe (Latrodectus hesperus) bevorzugen bei der Paarung satte Spinnenweibchen. So verringern sie die Gefahr, nach dem Tête-à-tête von der Partnerin aufgefressen zu werden – bei vielen Spinnen eine durchaus übliche Praxis. US- Forscher um J. Chadwick Johnson von der Arizona State University in Tempe haben nun herausgefunden, dass die Männchen an chemischen Signalstoffen im Netz erkennen können, ob ihre Auserwählte gerade gespeist hat oder nicht. Die Forscher hatte eine Gruppe von Schwarzen Witwen mehrere Wochen lang mit Grillen gefüttert, eine andere Gruppe dagegen hungern lassen. Dann setzten sie Spinnenmännchen in die Netze. Diese vollführten bei den gefütterten Weibchen einen viel aktiveren Hochzeitstanz. Da Spinnen mit ihren Beinen riechen, können sie durch Zupfen am Netz die Signalstoffe satter von denen hungriger Weibchen unterscheiden.




