In Stephen Hawkings Quantenkosmologie hat das Universum nicht nur eine Geschichte, sondern viele möglichen Geschichten, die sich alle überlagern. Sie lassen sich berechnen und haben verschiedene Wahrscheinlichkeiten. Die Beobachtung der Eigenschaften des Alls heute erlauben dann Rückschlüsse auf die Vergangenheit – vielleicht sogar darauf, wie es zum Urknall kam. Dieser „Top-down”-Ansatz von Hawking arbeitet sich gleichsam von der Gegenwart in die Tiefe der Zeit hinab. Er steht im Gegensatz zu den üblichen „Bottom-up”-Ansätzen, die einen bestimmten Anfangszustand im Urknall postulieren und untersuchen, ob sich dieser mit den Beobachtungen heute vereinbaren lässt.




