An deutschen Krankenhäusern arbeiten 2 500 leitende Internisten. Darunter sind gerade einmal 100 Frauen – also magere vier Prozent. Diesen Missstand beklagten Experten auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin im April 2007. Mit mangelndem medizinischem Interesse lassen sich die Zahlen eindeutig nicht begründen: Im ersten Semester sind zwei von drei Studierenden weiblich. Unter jungen Ärzten machen Frauen immerhin noch die Hälfte aus. Auf dem Weg zur Führungsebene bleiben die Medizinerinnen jedoch auf der Strecke – mehr als in anderen Berufen. Die Karrierelogik in den Kliniken orientiere sich traditionell an der Männerbiografie, erklärt sich das Astrid Bühren, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes.





