Was ist ein Burnout und wie kommt es dazu?
Auslöser dafür sind sowohl Über- als auch Unterforderung, der ständige Zeitdruck oder aber Probleme mit Kollegen oder Vorgesetzten. Anzeichen für eine Entwicklung in Richtung Burnout sind erkennbar, wenn Personen sich von ihren Kollegen zurückziehen, schlechtere Leistungen bringen, zunehmend depressiv verstimmt und ständig erschöpft sind oder psychosomatische Beschwerden oder Angstzustände entwickeln.
Dies ist aber nicht notwendigerweise nur bei Erwachsenen und nur im beruflichen Umfeld zu beobachten, sondern kann auch Kinder treffen. Im Zusammenhang mit dem Burnout und Depressionen wurden beispielsweise bei der Untersuchung von Kindern in Jugendhilfeeinrichtungen Verbindungen mit posttraumatischen Belastungsstörungen erkannt.
Warum begeben sich Menschen in eine solche Stresssituation?
Menschen, die zu viel arbeiten, sind häufig perfektionistisch veranlagt und äußerst selbstbewusst. Allerdings kommt das Selbstbewusstsein nur aus der erbrachten Leistung und um das Selbstbewusstsein zu stärken und zu vergrößern, kommt es häufig zur Selbstüberforderung. Bei diesen Menschen ist der Wunsch nach Anerkennung besonders groß und sie haben meist Probleme damit „Nein“ zu sagen. Vielfach werden fremde Bedürfnisse über die eigenen gestellt.
Wie unterscheidet sich der Burnout von einer Depression?
Burnout ist ein schleichender Prozess, der viele Facetten hat. Einige wurden durch Studien untersucht und sind belegt, doch die Hinweise können individuell unterschiedlich ausgeprägt sein und lassen sich manchmal auch erst spät feststellen.
Zu Beginn lassen sich von Laien Depressionen und Burnout nur schwer unterscheiden, da beide von starker Erschöpfung, Niedergeschlagenheit und verringerter Leistungsfähigkeit geprägt sind. Hier ist es wichtig, dass eine professionelle Diagnose erstellt und eine passende Therapie durchgeführt wird.
Welche ersten Anzeichen sind bei einem Burnout erkennbar?
Es gibt keine fest umrissenen Anzeichen, die stets alle gleichzeitig zutreffen müssen, aber von den über 130 bekannten Anzeichen kommen vor allem Erschöpfung, Müdigkeit, Mangel an Energie und Antriebskraft sowie eine verminderte Leistungsfähigkeit vor. Dazu kommen Konzentrationsprobleme sowie Schlafstörungen.
Meist kommen recht früh auch körperliche Beschwerden hinzu, die sich beispielsweise durch häufige Erkältungen und Muskelverspannungen aber auch Atembeschwerden, Schwindelgefühle, Kopf- und Rückenschmerzen sowie Tinnitus und Magen- und Darmbeschwerden äußern. Viele der häufigsten Hinweise können Betroffene leicht selbst erkennen, denn sie wurden auch wissenschaftlich untersucht.





