Von Sonntag bis Mittwoch hat im Botanischen Garten der Universität Bonn ein gewaltiger Stinker für Aufsehen gesorgt: Die Titanenwurz hat einen Blütenstand von 281 Zentimetern Länge produziert. Der starke ?Duft? der größten Blüte der Erde ist nur etwas für Liebhaber ? nämlich Aaskäfer, denn sie stinkt wie ein totes Tier.
?Bei den wohlriechenden Blüten sind es meist sogenannte Terpene, die den Duft erzeugen, bei den Aronstabgewächsen wie der Titanenwurz ist es dagegen eine Verbindung mit dem bezeichnenden Namen Cadaverin?, erklärt Erwin Grill, Leiter des Lehrstuhls für Botanik der Technischen Universität München. Die Titanenwurz von der indonesischen Insel Sumatra will mit ihrem Gestank also nicht Bienen oder Schmetterlingen betören ? sie hat sich auf Aaskäfer spezialisiert. Sie kriechen in den Kelch hinab und nehmen eine Portion Blütenstaub mit, um damit eine andere Blüte zu bestäuben.
Botanische Gärten der Universität Bonn © wissenschaft.de – Martin Vieweg




