Schweizerisches Landesmuseum Zürich Sonderausstellung: Die Pfahlbauer Schweizerische Pfahlbauten 1854 2004
Heutzutage sind die Schweizer vor allem wegen ihrer Pünktlichkeit
und ihrer Schokolade berühmt. Noch vor 150 Jahren waren eidgenössische Archäologen und Politiker überzeugt: Nichts spiegelt das eigentümliche Gemüt der Schweizer so gut wieder wie die sonderbare Wohnweise der Pfahlbauten auf Holzstelen errichtete Ufersiedlungen, die erstmals 1854 am Rande des Zürichsees entdeckt wurden. 30 Jahre
später erkor der Schweizer Bundesrat die Pfahlbauer zu den Ureinwohnern des Landes, denn sie sind Fleisch von unserem Fleisch und Blut von unserem Blut. Doch bald kam die ernüchternde Erkenntnis: Das Haus mit Seeblick war keine eidgenössische Eigenart, sondern 4000 Jahre lang von der Jungsteinzeit bis zum Ende der Bronzezeit um 800 v.Chr. im gesamten Alpengebiet eine beliebte, weil wahrscheinlich sichere, Siedlungsform.
Schweizerisches Landesmuseum Zürich
Museumstraße 2
CH 8023 Zürich
www.musee-suisse.ch
Eintritt: CHF 12,
bild der wissenschaft




