Wilson wendet sich vehement gegen die aktuelle Tendenz, einen gewissen Artenschwund sowie die Einwanderung fremder Arten als Preis für eine menschengerechte Erde zu akzeptieren. Sein Argument: Weil die Wissenschaft über das Zusammenleben von Tieren und Pflanzen zu wenig weiß, kann niemand voraussagen, was das Verschwinden einer Art für andere Organismen bedeutet. Es könnte eine Lawine lostreten.
Wilsons Buch ist keine pessimistische Abrechnung – im Gegenteil, der große Biologe versucht, mit vielen Beispielen die Faszination für sein Fachgebiet zu wecken. So erzählt er von Sklavenhalter-Ameisen, die ohne fremde Hilfe nicht klar kommen, oder von Parasiten, die ihre Opfer zu ihrem Vorteil manipulieren. Wilson vertritt eine romantische Vorstellung von der Natur, die sehr sympathisch ist.




