Goris richtet ihren kritischen Blick in viele Ecken der Nahrungsmittel-Produktion. Sie berichtet über die Praktiken der Zucht- und Mastbetriebe, der Molkereien, der Großbäckereien, der Fischfarmen und Fischereischiffe, des Obst- und Gemüsehandels sowie der Tiefkühl-Industrie und Fertiggerichte-Produzenten. Was sie sehr plastisch schildert, kann einem schon den Appetit verderben. Ein Beispiel sind die 45 Millionen männlichen Küken, die jährlich in Deutschland sofort nach dem Schlüpfen mit rotierenden Messern getötet werden, weil ihre Aufzucht nicht lohnt.
Wirklich Neues enthalten die Schilderungen nicht, doch sie geben einen guten Überblick. Dasselbe gilt für die Einkaufs- und Ernährungstipps, die den Report ergänzen. Störend ist allerdings, dass Goris eine Sprache pflegt, die sich durch die Anhäufung von Wortspielen und überspitzten Formulierungen moralinsauer aufplustert.
Frank Frick




