Die asiatische Küche schmeckt frisch und gilt als fettarm. Aber ist sie wirklich so gesund? Immerhin warnt das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) vor übermäßigem Verzehr von Algen- und Seetangerzeugnissen. Diese sogenannten marinen Makroalgen sind als Gemüse, Salat oder auch Würzmittel Bestandteil der traditionellen asiatischen Küche. Ihr Jodgehalt überschreitet je nach Sorte und Art der Extraktion den vom BgVV empfohlenen Wert von 20 Milligramm pro Kilo Trockenmasse für Nahrungsergänzungsmittel um das 20 bis 195fache. In Jodmangelregionen wie Deutschland wird eine tägliche Jodzufuhr von 180 bis 200 Mikrogramm empfohlen, um einer Schilddrüsenunterfunktion – und damit einer Kropfbildung – vorzubeugen. Wird diese Dosis überschritten, kann vor allem älteren Menschen eine lebensgefährliche Überfunktion der Schilddrüse drohen. Und bei Patienten mit Dermatitis herpetiformis Duhring, einer seltenen entzündlichen Hauterkrankung, kann der hohe Jodgehalt der Auslöser von Krankheitsschüben sein.




