Die Wissenschaftler hatten 31 Grazer Taxifahrer untersucht, deren Intelligenzquotienten sich nach einem Test voneinander unterschieden. Den Männern wurde zunächst eine Route im Grazer Straßennetz vorgegeben. Danach erschienen auf einem Computerbildschirm verschiedene Straßennamen. Die Versuchspersonen mussten nun entscheiden, ob die Straßen die Route kreuzten oder nicht. Dabei wurden ihre Hirnströme mit einem Elektro-Enzephalogramm gemessen. Alle Taxifahrer lösten diese Aufgabe ohne große geistige Anstrengung, ihre Hirnaktivitäten unterschieden sich kaum. Stern schließt aus den Tests: „Bei vertrauten Aufgaben im beruflichen Alltag werden Intelligenzunterschiede oft überschätzt. Übung kann eine niedrigere Intelligenz durchaus wettmachen. Damit können auch Menschen mit weniger günstigen geistigen Voraussetzungen gute Leistungen erbringen.”
Hans Groth




