Der amerikanische Erfolgsautor T.C. Boyle hat das Projekt nun in einem Roman weitergesponnen. Er beschreibt eindrucksvoll die Erlebnisse eines zweiten erdachten Teams, das weitere zwei Jahre in freiwilliger Gefangenschaft lebt. Boyle geht es vorwiegend um die Psychologie und die Konflikte der Menschen. Dadurch kann sich der Leser gut vorstellen, wie es damals in Arizona zugegangen ist. Zum Beispiel, dass die Eingeschlossenen hungern mussten, weil der Ertrag an Gemüse und Obst weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Vor allem im Winter gab es bedrohliche Engpässe. Schließlich wurde sogar die Vorratskammer abgeschlossen, um Diebstähle zu verhindern. Die zunächst verschworene Gemeinschaft brach auseinander.
Ein Trick gibt dem Roman eine ‧besondere literarische Note: Boyle erzählt im Wechsel aus der Sicht dreier grundverschiedener Charaktere – eines extrovertierten Frauenhelden, einer attraktiven Idealistin und einer pessimistischen Intrigantin, die zum externen Betreuerstab gehört, also nicht mit eingeschlossen ist. Die anrührende Liebesgeschichte samt Geburt im Treibhaus ist natürlich frei erfunden.




