Hätten alle Mozart-Forscher mit ihrer Diagnose recht, wäre der Komponist mindestens 140 Tode gestorben – unter anderem an einer Streptokokken-Infektion, an Masern, Typhus, Tuberkulose, Trichinose (Fadenwürmer), Vergiftung durch Mykotoxine (damals oft im Brot), Hirnblutung infolge einer Schädelfraktur, Herzmuskelentzündung, Vergiftung durch bleihaltigen Wein, Urämie (tödliche Harnvergiftung durch Nierenversagen) und rheumatisch-entzündliches Fieber. Beliebt sind auch etliche Mord-Varianten. So kam in den 1930er-Jahren die Hypothese auf, Mozart sei von Juden, Freimaurern oder Jesuiten ermordet worden. Manche Forscher sind auch überzeugt, dass ihn sein Kontrahent Antonio Salieri vergiftet hat.
An was Mozart tatsächlich starb, wird man wohl nie in Erfahrung bringen. Sein Leichnam wurde in einem anonymen Grab mit vier oder fünf anderen beigesetzt, was eine Identifizierung nahezu unmöglich macht. Zwar bewahrt das Mozarteum in Wien einen Schädel auf, der angeblich von dem berühmten Musiker stammt. Doch ein Abgleich der DNA mit Mozarts Verwandten 2006 führte zu keinem eindeutigen Ergebnis.




