Mediziner der Berliner Charité um Christian Witt und Bernd Schmidt haben mit der „Autofluoreszenzbronchoskopie” eine Methode entwickelt, mit der Lungenkrebs schon sehr früh diagnostiziert werden kann. Dabei nutzten sie aus, dass in gesunden menschlichen Zellen gewisse Substanzen grünlich leuchten, wenn sie mit einfarbigem Licht bestrahlt werden. Und da diese Autofluoreszenz in Tumorgewebe nicht stattfindet, erscheinen die Krebszellen im Bild als dunkle Flecken. Durch ein spezielles Bildgebungsverfahren ist das System so empfindlich, dass die dunklen Stellen sehr früh erkannt werden. „Bevor eine Körperzelle sich sichtbar zur Tumorzelle entwickel”, erklärt Schmidt, „gehen in ihr auf molekularer Ebene Prozesse vor sich, die die Autofluoreszenz beeinträchtigen.” Bisher war es schwierig, Lungenkrebs früh zu diagnostizieren, da Tumore in der Lunge viel schlechter zu identifizieren sind als etwa im Darm. Für Raucher, die besonders gefährdet sind, an Lungenkrebs zu erkranken, könnte das neue Verfahren die Früherkennungschancen deutlich erhöhen.




