Jährlich erkranken in Deutschland rund 100 000 Menschen an Hautkrebs. 3000 sterben daran. Seit über zehn Jahren warnt die Deutsche Krebshilfe besonders vor dem Schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom) und führt Aufklärungskampagnen zur Vermeidung und Früherkennung durch. Göttinger Wissenschaftler unter Leitung von Prof. Klaus Kölmel konnten jetzt in einer Studie nachweisen: Diese Aufklärungsarbeit zeigt Erfolg. Zwar erkranken heute doppelt so viele Menschen am Melanom wie vor zehn Jahren, es wird aber viel früher erkannt. Kölmel und sein Team untersuchten 10 433 Melanom-Patienten. Die Forscher wollten wissen, wie sich die Überlebensraten der erkrankten Menschen entwickelt haben und welche Faktoren für das Überleben wichtig sind. Wie sich herausgestellt hat, spielt die Größe des Tumors die bedeutendste Rolle. Ist er kleiner als 1,5 Millimeter – also noch im Frühstadium – stehen die Chancen für die Patienten gut, wieder völlig gesund zu werden. Die Zahl der großen Melanome ging in den vergangenen Jahren aber stark zurück. Kölmel fordert deshalb, die Aufklärungsarbeit noch zu intensivieren und vor allem mehr auf Männer zu konzentrieren, da diese weit öfter an dem Krebs erkranken.




