Auf deutschen Straßen gilt der Jeep als ultimativer Kick städtischer Möchtegern-Cowboys. In den USA dagegen sind die Allradgetriebenen in abgelegenen Gegenden durchaus sinnvoll. Doch gerade hier könnten sie zur tödlichen Gefahr werden: Sie begünstigen die Ausbreitung des Hanta-Virus. Zu diesem Ergebnis kommt die Biologin Denise Dearing von der Universität Utah. Sie stellte fest, daß in der „Little Sahara Recreation Area” in Zentral-Utah, die oft von Geländewagen durchfahren wird, 30 Prozent der Mäuse mit dem Hanta-Virus infiziert sind. Die Wissenschaftlerin meint, daß die tiefen Spuren der Jeeps die Reviere der Nager einengen und ihre Populationsdichte in diesen kleineren Gebieten deshalb zu groß wird. So stecken sie sich gegenseitig häufig mit dem Erreger an. Beim Menschen äußert sich Hanta durch Hämorrhagisches Fieber, das meist zum Tod führt. Das Virus wird durch Aerosole von Exkrementen infizierter Nagetiere oder durch deren Biß übertragen.




