Allradgetriebene Geländewagen sowie Kleinbusse und Vans haben Konjunktur. In Deutschland fällt bereits jeder vierte verkaufte Pkw unter diese Kategorie, in den USA sogar jeder zweite. Doch für Fußgänger birgt dieser Trend eine tödliche Gefahr. Das haben die amerikanischen Wissenschaftler Clay Gabler und Devon Lefler von der Rowan University in Glassboro erstmals in einer Studie nachgewiesen.
Sie hatten vier US-Unfalldatenbanken nach Verkehrsunglücken durchsucht, bei denen ein Fußgänger von einem Pkw angefahren worden war. Die Ingenieure stellten fest, dass die Mortalitätsrate bei einem Unfall mit einem Geländewagen oder Van zwei- bis dreimal höher ist als beieinem Unfall mit einer normalen Limousine, die mit derselben Geschwindigkeit fährt. Die Großraumfahrzeuge verursachten schwere Verletzungen im Kopf- und Brustbereich.
Gabler und Lefler führen dies – abgesehen vom Gewicht – vor allem auf die bullige und stumpfe Frontpartie der Wagen zurück und fordern deshalb, das Design von Geländewagen und Vans radikal zu ändern.
Hans Groth





