Der gebürtige Rostocker (Jahrgang 1964) hat Biologie an der Universität Greifswald studiert. Nach der Promotion arbeitete er von 1994 bis 1995 an der Medical School der Stanford University. Später zog es ihn zurück ins heimatliche Mecklenburg-Vorpommern, wo er 2001 habilitierte und zum Leiter des Greifswalder Instituts für Marine Biotechnologie wurde. Seit 2004 ist Schweder zudem Professor für Pharmazeutische Biotechnologie an der Universität Greifswald. Bei seinen Forschungen – mit dem Ziel, medizinische Wirkstoffe aus Meereslebewesen zu extrahieren – schaut Schweder dem bis zu drei Meter langen Tiefsee-Röhrenwurm Riftia Pachyptila ins Maul und vergleicht Gene und Eiweiße der im Innern des Wurms als Symbionten lebenden Bakterien. Schweder: „Das Genom zeigt, was ein Organismus theoretisch alles kann. Das Proteom – die Gesamtheit der Eiweiße in seinen Zellen – verrät dagegen, was der Organismus tatsächlich macht.”





