Die neuesten Digitalkameras tasten Bilder mit mehr als drei Millionen Bildpunkten ab genug selbst für Fotoausdrucke im A4-Format. Der Haken: Je höher die Auflösung, um so größer die Datenmengen. Die gängigen Speicherkarten im Briefmarkenformat schlucken meist nur eine Handvoll Bilder zuwenig für einen ganzen Urlaub.
Sony hat eine Lösung gefunden, die Technik-Freaks begeistern wird: Hinter dem LCD-Bildschirm der neuen Mavica MVC-CD1000 verbirgt sich ein CD-Brenner, der CD-R mit acht Zentimeter Durchmesser beschreibt. In der maximalen Auflösung von 1600 mal 1200 Bildpunkten (2,1 Millionen Pixel) passen auf die Scheibe 160 Bilder in hervorragender Qualität da müssen sogar Kleinbildkameras passen. Die CD-R kann jederzeit entnommen, mit einem CD-ROM-Brenner am PC abgespielt und später wieder in die Kamera eingelegt werden. Auch herkömmliche CD-ROM-Laufwerke verdauen die bunten Scheiben, dazu muß die CD aber durch einen finalen Brennvorgang kompatibel gemacht werden. Einzelne Bilder gelangen über den eingebauten USB-Anschluß zum PC.
Die Ausstattung ist üppig: Diverse Programme, Bildstabilisator, 20fach Zoom, ein Sucher mit Digitalbild sogar 85 einminütige Videos können aufgenommen werden. Das mächtige Objektiv, der CD-Brenner und der großzügige Akku für bis zu 1000 Aufnahmen fordern jedoch Tribut: Mit einem Kilogramm ist die MVC-CD1000 ein Schwergewicht. Vielfotografierer werden aber sicher ihre Freude haben sofern sie 3500 Mark ausgeben wollen.
die Alternative
IBM hat speziell für Digitalkameras das sogenannte Microdrive entwickelt eine Mini-Festplatte von der Größe eines Zweimarkstücks.
Sie faßt 340 und neuerdings sogar 1000 Megabyte. Sie ist kompatibel zu CompactFlash-Speicherkarten und ist vergleichsweise günstig: Die 1000 Megabyte-Version kostet rund DM 1000,. Nicht alle Kameras vertragen sich mit dem Microdrive. Geeignet sind die Profi-Spiegelreflexkamera EOS D30 von Canon (DM 6000,–), Canon PowerShot S20 (DM 2000,–) sowie Casio QV-3000EX/Ir (DM 1700,–) .
Bernd Müller




