Eine Brennstoffzelle im Miniaturformat hat Dr. Bob Hockaday, ehemaliger Mitarbeiter am Los Alamos Nationallabor in Albuquerque, New Mexico, entwickelt. Sie liefert durch eine kalte Verbrennung rund 50mal länger elektrische Energie als ein herkömmlicher Nickel-Cadmium-Akku gleicher Größe und könnte künftig als Energiespender in Handys und tragbaren Computern eingesetzt werden.
Betrieben wird die Mini-Brennstoffzelle mit Methanol und Luft, die chemisch in Wasser und Kohlendioxid umgewandelt werden. Mit einer Füllung von 50 Gramm Methanol wäre es möglich, auf einem Handy etwa 100 Stunden ununterbrochen zu telefonieren, bevor Methanol nachgefüllt werden muß. Die Lebensdauer der Zelle beträgt nach Schätzung von Bob Hockaday mindestens 20 Jahre – das ist zehnmal länger als bei einem Nickel-Cadmium-Akku. Da die Zelle keine Schwermetalle oder andere umweltschädlichen Stoffe enthält, läßt sie sich danach problemlos entsorgen.
Erste Prototypen liefern bisher einige Milliwatt an elektrischer Leistung. Bis Ende 1999 sollen Zellen mit einer Leistung von mehreren Watt zu kaufen sein – ausreichend für den Betrieb eines Handys. Sie sollen gleich groß und etwa genauso teuer, aber nur halb so schwer wie herkömmliche Akkus sein.




