Die 1949 geborene Psychologin gehört zu den renommiertesten Gesten-Experten der Welt. Vor über 30 Jahren schrieb die US-Amerikanerin ihre Doktorarbeit über die spontanen Handbewegungen gehörloser Kinder. Goldin-Meadow faszinierte die Sprache der Hände derart, dass sie an der University of Chicago gemeinsam mit anderen Psychologen das erste Gesten-Forschungszentrum weltweit aufgebaut hat. In den unwillkürlichen Handbewegungen, die wir alle beim Sprechen ausführen, fand sie ein ergiebiges Studienobjekt: einen Spiegel des Bewusstseins. Goldin-Meadows Untersuchungen trugen dazu bei, dass sich immer mehr Psychologen, Linguisten und Anthropologen für Gesten interessierten. Wenn die Wissenschaftlerin gerade nicht zu Studienzwecken auf die Hände ihrer Mitmenschen schaut, blickt sie auf ihre eigenen: Zu ihren bevorzugten Freizeitbeschäftigungen gehört das Töpfern.





